Teams

Vor zwei Wochen wurde das neue Mannschaftsfoto unserer Damen-Landesligamannschaft aufgenommen. Ein besonderen Dank möchten wir an dieser Stelle an unseren treuen Trikotsponsor ERZGEBIRGSSPARKASSE richten, die uns auch mit diesen tollen neuen Textilien ausstatteten.

Trainiert wird das Team mit sofortiger Wirkung von Kevin Weigand. Der ehemalige Textima-Spieler beerbt damit Kathy Weigel, die nun wieder als Spielerin zur Verfügung steht. Vielen Dank, Kathy, für dein Engagement. Kevin Weigand wünschen wir alles Gute und viel Freude in unserem Verein. Glück Auf!

Weiterhin wird das Team zur neuen Saison von drei Neuzugängen verstärkt. Herzlich Willkommen:

Loreen Schmidt

Chrsitel Herz

Lisa Schneemann

 

Ein amüsanter Spielbericht von Sabrina über das Spiel unserer zweiten Frauenmannschaft gegen Mitteldorf. Viel Spaß :)

 

„Die sind gut. Bestimmt auch besser.“ Mit diesem Gedanken im Kopf trainierte ich dem Spiel entgegen. „Schadensbegrenzung betreiben“, „Konter fahren“ und „aus Fehlern lernen“ Ganz schön schwarzmalerisch, aber vielleicht besser als Höhenflüge. Vorsätze für heute: „Von Anfang an sicher stehen.“ Ronny Böhm formulierte es so: „Ball in den eignen Reihen halten.“
Dank professioneller personeller Unterstützung aus der Landesliga durch Lisa Wetzel im Tor hätte das sogar klappen können. Mit mir als Liberöse bloß nicht. Daran muss ich echt arbeiten.
Doch von Anfang an. Ans erste Tor kann ich mich nicht erinnern. Es war nach gefühlten fünf Minuten einfach da. Für den zweiten Treffer machte ich erstmal äußerst kollegial die Jennifer Wengler verantwortlich. Hat aber nicht gestimmt. Es lag an den Gegnern. Die hielten sich nicht an ihre Positionen, sondern wechselten Seiten und Stellungen nach belieben. Unser Mittelfeld, bestehend aus Frieda Richter und Sissy Lewerenz, war in dieser Phase zu sehr mit der Produktion des Kontertores beschäftigt, als dass sie hätten das 0:2 abwenden können. Ab diesem Zeitpunkt hatte ich wenigstens das Problem mit diesen flexiblen Gegnerinnen erkannt und wollte unser Zentrum etwas motivieren, den Mädels zu folgen, sollten diese sich abermals in Richtung unseres Kastens aufmachen. Vielleicht war ich etwas übermotiviert und laut, jedenfalls hatte meine Defensivanimation nicht nur zur Folge, dass besser gedeckt wurde. Einige meiner Kolleginnen mochten mich auch, ich hoffe nur temporär, etwas weniger. Aber unser Spiel wurde besser. Die Mitteldörflerinnen fanden zunehmend weniger Anspielstationen. Dies empfand ich als äußerst befriedigend. Nur noch einmal gelang ihnen ein Zuckerpass in die Gasse zwischen Pauline Preißler und mir, den sie dann zum 0:3 verwandelten.
"Never change a winning Team." (Außer wegen der Eierstöcke.) Deshalb wechselten wir dann in der Abwehr Schubert Jennifer und Mailin Thiele ein. Ab da fiel kein Tor mehr, bis zur Halbzeit. Nicht ohne Grund. Aber was nützt so eine Stabilisierung hinten, wenn vorn nix geht? Sollte ich irgendwann genaue, koordinierte, kreative, flexible und weite Pässe spielen können, hat die Christina Melzer als Stürmerin paar Möglichkeiten mehr als noch heuer.
In der Halbzeit ruhten sich alle aus und im Anschluss kam Sandra Günther endlich zum Einsatz. Sie wirkte etwas desorientiert, aber das mit dem Decken wird irgendwann so intuitiv wie das Auto fahren, hab ich ihr jedenfalls versprochen.
Derweil bin ich in der Zauberkugel verschwunden, denn eine Festveranstaltung rief. Ich kann also ab der 45. Minute (eine Halbzeit ist 40 Minuten lang) keine Angaben mehr machen. Marie Lindner hat noch mitgespielt, so viel weiß ich.
Bei meiner feierlichen Feier erfuhr ich später per Fußball.de, dass die zweite Halbzeit ohne mich, isoliert betrachtet, 1:1 ausging. (Das Tor für Herold schießt Chrissi) Seit Sa überleg ich, ob ich mich über das Unentschieden freuen soll. Heute bin ich zu dem Ergebnis gekommen: Ja. Natürlich.
Ich freue mich, wenn wir als Mannschaft zusammen wachsen, uns gegenseitig unterstützen und irgendwann auch mal gegen solche Teams mehr als nur eine Chance haben.

Ps: Nächste Woche gibts dann nen Überraschungsgast für den wir tief in der Spielerpassmappe kramen müssen. 15:00 is Anstoß in Herold.

Pps: Das Endergebnis muss selbst berechnet werden.

Luisa Gomez-Olivera hat Herolds Fußballerinnen zum Sieg gegen Leipzig geschossen. In ihr fließt kubanisches Blut.

Herold. Drei Standards, drei Tore. Nach einem erbärmlichen Auftaktgestochere gegen den Tabellenletzten FFV Leipzig III hat die Spielerin die Herzen der Fans erwärmt. Beim sehr mühevollen 3:2 (1:1) gegen das Landesliga-Schlusslicht erzielte sie alle drei Treffer. "Gut gespielt haben wir aber nicht. Da war viel Glück dabei", sagte Luisa Gomez-Olivera.

Kurz vor Ende der ersten Hälfte war der 26-Jährigen mit einem kuriosen Freistoß das 1:1 gelungen. Der Ball segelte quer durch den Strafraum und schlug im langen Eck ein. Nahezu identisch war für die Gäste das 1:0 gefallen, das Böses erahnen ließ. Dass es nicht so weit kam, war Gomez-Olivera (hinten rechts im Bild) zu verdanken. Die Pflegerin in einer Seniorenresidenz heilte die bis da aufgerissenen Wunden im ESV, legte per Handelfmeter das 2:1 nach und zirkelte kurz vor Abpfiff einen weiteren Freistoß zum 3:1 in den oberen Winkel. "Drei Tore in einem Spiel habe ich noch nie erzielt. Das war eine Premiere für mich", sagte die Torschützin erfreut. An ihrem karibischen Blut kann das fußballerische Talent kaum liegen. "Ich weiß nicht, ob mein Vater Fußballer war. Da sich meine Eltern früh getrennt haben, kenne ich ihn kaum. Auch an Kuba erinnere ich mich wenig, da war ich nur als kleines Kind einmal", erzählt die Mittelfeldakteurin, die seit einem Jahr für Thum-Herold aufläuft.

Es macht ihr Spaß. "Die Gruppe hat mich aufgenommen", sagt sie. Lysann Schwarz, eine ehemalige Herolder Spielerin, lotste die gebürtige Karl-Marx-Städterin zur Eintracht. Wahrscheinlich wäre es nicht dazu gekommen, hätte sich die Frauen-Elf des TKV Flöha nicht aufgelöst. Dort, in ihrem Wohnort, spielte die junge Frau zunächst mit ihrem Bruder und ab der 6. Klasse im Verein. Gern hat sie Trainer Ronny Böhm in sein Team geholt: "Torschützinnen können wir immer gebrauchen."

Von Thomas Schmidt
erschienen am 28.10.2015

© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG

10. Spieltag | 29.10.2017 | EINTRACHT vs. Grünhainichener BC "Blau-Weiß" 2:4 (2:1)

Bei nasskalten 6°C mit starken Windböen auf einem tiefen Rasen empfing die Eintracht heute mit einer stark ersatzgeschwächten Aufstellung die Mannschaft des GBC. Ganze zwölf Spieler standen Trainer D. Schindler (sich inbegriffen) zur Verfügung. Und diese konnten zu Beginn der Partie die gut 40 Zuschauer nicht wirklich mit berauschendem Fußball beglücken. Um es kurz zu fassen: Es gelang eigentlich nichts. Ungenaue Zuspiele, falsche Laufwege, unglückliches Zweikampfverhalten. Letzteres führte zu einem berechtigten Foulelfmeter für die Gäste in der 15. Minute, welchen diese dankbar annahmen. Auch danach spielte fast ausschließlich der GBC und versiebte eine Vielzahl an aussichtsreichen Chancen. Erst in der 33. Minute gelang die erste Annäherung an den Gästekasten, bei dem D. Päßler umgehend im Strafraum gelegt wurde. Den fälligen Strafstoß verwandelte D. Schindler quasi mit dem ersten Torschuss zum 1:1. Das war ein Weckruf für die Hausherren, die nun das Spiel in die Hand nahmen und nur sechs Minuten darauf mit 2:1 in Führung gingen. Einen Freistoß aus 40m Torentfernung segelte durch den Strafraum, vorbei an Freund und Feind, hinein in die Maschen des übertölpelten Gästekeepers (D. Schindler, 39. Min.). Damit ging es in die Halbzeit.
Nach dem Pausentee spielte die Eintracht wie ausgewechselt. Energisch, zielstrebig, aufopferungsvoll wurde das Tor der Grünhainicher bestürmt. Doch bis auf einen Pfostentreffer sprang nichts Zählbares heraus. In der Mitte des zweiten Durchgangs mussten die Thum-Herolder ihrem aufwendigen Spielstil Tribut zollen: Der Ofen war aus, die Kraft war weg, und mit der Auswechslung von C. Wolf fehlte auch ein spielfreudiger antreibender Faktor im Angriff. Darauf schienen die Gäste nur gelauert zu haben. Erst konnten sie in der 70. Minute ausgleichen und dann die grün-gelbe Verteidigung noch zweimal mustergültig auskontern (82./90. Min). Erneut war das Spiel gedreht und der Spitzenreiter schon wieder geschlagen.

Gekämpft, gehofft und doch verloren. Die Eintracht verliert ein spannendes und umkämpftes Spiel gegen eindeutig fittere und körperlich stärkere Gäste letztendlich doch verdient. Die Ursachen dafür liegen auf der Hand: Seit Wochen lässt die Trainingsbeteiligung stark zu Wünschen übrig und die Früchte dieses Zustandes werden nun geerntet.

Um es mit den Worten von Jupp Heynckes zu sagen: "So wie ich trainiere, so spiele ich auch."

Jetzt liegt es an den Spielern, den Abwärtstrend der letzten Wochen abzuwenden, um in der Tabelle nicht abzustürzen.

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