>> EINTRACHT vs. SG Auerbach/Hormersdorf 2:1 (0:0)

Am 1. Advent stand das Nachholspiel gegen die SGA an. Dafür musste Trainer D. Schindler einige personelle Einbußen in Kauf nehmen und berief mit Kirmse, Neubert, Bußko und Brandt gleich vier Akteure der zweiten Mannschaft auf „Schindlers Liste“.

Hartplatz – Temperaturen um den Gefrierpunkt – eisiger Nordostwind – ideale Derbybedingungen!


Die neuformierte Viererkette, bestehend aus Neubert – Schnabel – Reinhold – Ghanavati, hatte in der Anfangsphase deutliche Abstimmungsschwierigkeiten und so gelang es den Gästen die ersten zwanzig Minuten mehr Spielanteile und Torabschlüsse zu sammeln. Nach und nach festigte sich das ESV-Spiel aber und es entwickelte sich eine Begegnung zweier Mannschaften auf Augenhöhe - und das mit ordentlich Derbycharakter. Zahlreiche Freistöße bestimmten das Spielgeschehen, nach 90 Minuten hatte der Schiedsrichter insgesamt achtmal den gelben Karton gezückt (sechs davon für Auerbach). Es war ein sogenanntes „Abnutzungsspiel“, indem die Eintracht im ersten Durchgang nicht wirklich das darbieten konnte, was sie eigentlich drauf hat.
In Hälfte zwei wurde das ESV-Spiel insgesamt deutlich besser. Durch flache Passstafetten erlangte das Team die dringend benötigte Sicherheit. In der 67. Minute kombinierten die Thum-Herolder sich in die Auerbacher Hälfte, von wo R. Einenkel einen sehenswerten Schnittstellenpass auf D. Päßler steckte und während die Gäste noch Abseits reklamierten, vollstreckte Päßler kaltschnäuzig ins kurze rechte Eck zum 1:0. Und die Eintracht konnte gleich noch einen nachsetzen! Einen der zahlreichen Eckstöße von K. Hengst konnte die SGA noch aus der Gefahrenzone bugsieren, der Klärungsversuch landete aber bei P. Reinhold, der den Ball mit der Brust annahm und aus ca. 23 Metern den Ball volley ins linke Dreiangel nagelte (70. Min). Was für ein unglaubliches Ding! WAHNSINN!
Sichtlich berauscht von der Tatsache, Zeitzeuge eines Jahrhunderttores geworden zu sein, fiel quasi im Gegenzug der Anschlusstreffer für die SGA durch einen langen Freistoß aus dem Mittelfeld, der sich hinter R. Hoffmann ins Tor senkte (72. Min). Das Spiel war also noch nicht entschieden. Die Gäste wehrten sich gegen die drohende Derbyniederlage und setzten noch einige Nadelstiche. Auf der anderen Seite hatte die Eintracht noch gute Möglichkeiten durch Kontersituationen, die aber unkonzentriert vergeben wurden. Auch in einer hitzigen Schlussphase ließ sich die Schindler-Elf nicht aus der Ruhe bringen und ließ sich auf keinerlei Diskussion mit Schiedsrichter und Gegenspieler ein. Diese mentale Stärke könnte letztendlich die entscheidenden Prozent zum hart umkämpften und erlösenden DERBYSIEG beigetragen haben.
D. Schindler fasste nach der Partie treffend zusammen: „Wie wir letztlich gewonnen haben, interessiert hinterher niemanden. Drei Punkte. Derbysieg. Das ist wichtig!“

In der kommenden Woche steht noch die Nachholbegegnung beim TSV 1864 Schlettau aus. Wenn dem Team dort noch ein Dreier gelingen sollte, könnte die Eintracht die Hinrunde noch in der oberen Tabellenhälfte abschließen. #versöhnlicheWeihnachten
Back to top