# Herren | EINTRACHT I - Tanne Thalheim II 4:2 (3:1)

Endlich wieder ein Spiel, über das es sich lohnt einen Spielbericht zu schreiben!
Trainer S. Curri schickte in seinem vorerst letzten Spiel für die Eintracht folgende Aufstellung ins Rennen:

M. Fehlau - E. Theisinger, D. Haase, P. Kirmse, M. Atmanspacher - M. Weigelt (M. Goldammer, 75. Min), A. Felber (S. Maultzsch, 82. Min), R. Einenkel (MK), M. Fietz - K. Hengst, D. Päßler (MF13, 85. Min)

Gegen den amtierenden Tabellenführer aus Thalheim wählte der sich mit Leistenproblemen plagende „Skerdi“ eine defensivere 4-4-2-Formation - und diese Entscheidung sollte sich schnell als die richtige erweisen. Von der ersten Minute bestürmten die technisch beschlagenen und robusten Thalheimer das Eintrachttor. Mit unglaublich schnellen Kombinationen erspielten sie sich in der Anfangsphase klare Feldvorteile, scheiterten aber meistens bereits an den sehr agilen ESV-Mittelfeldspielern, die das hohe Tempo mitgingen oder spätestens am konzentrierten und hellwachen schwarz-gelben Abwehrriegel. Erst ab der 15. Spielminute gelang es der Eintracht sich aus dem „Würgegriff“ zu befreien und den Kampf auf Augenhöhe aufzunehmen. Getreu dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“ gelang K. Hengst in der 18. Minute nach einem Abklatscher des Gästekeepers die unerwartete 1:0-Führung. Thalheim zeigte sich noch von diesem Treffer sichtlich schockiert, da legte D. Päßler direkt nach und erhöhte auf 2:0 (20. Min). Verwunderte Blicke auf den Rängen und der Trainerbank - Was ist denn hier los? Und das war noch nicht alles. Wiederum nur elf Minuten später scheitert D. Päßler mit seiner Hereingabe von der Grundlinie zunächst am Gegenspieler, doch der Abpraller landet erneut vor seinen Füßen und aus äußert spitzem Winkel versenkte er die Kugel im langen Eck - 3:0 (31. Min.)! Nach dieser stürmischen Glanzphase stellten sich die Thum-Herolder nun etwas tiefer und überließen den Gastgebern wieder das Spiel. Diese bedankten sich artig und konnten nach einem Ballverlust von M. Weigelt in der 41. Minute auf 3:1 verkürzen. Mit diesem kleinen moralischen Aufbäumen der Gäste ging es in die Pause.
Der kämpferische Kraftakt der ersten Halbzeit hatte tiefe Spuren bei der Eintracht hinterlassen und so kam es im zweiten Durchgang zum erwarteten >Spiel auf ein Tor<. Bis zur 76. Minute hielt die Abwehr dicht, dann schlug ein Schuss vom eingewechselten T. Löser im ESV-Tor ein. Doch auch hierfür hatten die Jungs die passende Antwort parat. Nach einem sensationellen 70m-Sprint von D. Haase über die rechte Seite und einer passgenauen Hereingabe, musste D. Päßler nur noch den Fuß ranhalten, um mit der ersten Entlastungsaktion der zweiten Halbzeit auf 4:2 zu stellen (82. Min). In den Schlussminuten rannten die Gäste noch einmal verzweifelt an, doch ein glänzend aufgelegter M. Fehlau hielt seinen Kasten von nun an sauber. Dann war Schluss!

Die 1. Thum-Herolder Mannschaft beendet die Negativserie von vier sieglosen Spielen ausgerechnet gegen den Tabellenführer mit einem furiosen 4:2-Erfolg. Dabei reichten den Jungs unglaublich starke 25 Minuten im ersten Durchgang und eine kämpferisch nicht zu überbietende Einstellung, um ihrem Star- Trainer einen versöhnlichen Abschluss zu bescheren. Skerdilaid Curri zieht nach drei Monaten am Wilischufer weiter, um bald auf größeren Bühnen des deutschen Fußballs für Furore zu sorgen. Trotzdem wird er hoffentlich niemals seine erste Station als UEFA-A-Lizenz-Trainer vergessen. Auf das zukünftig in seinen Kabinenansprachen nicht nur Beispiele von Ronaldo und Marcelho, sondern auch von „Kirrrrmse“, „David-Junge!“ und „MF13“ Anklang finden!

Danke für alles, Skerdi! Danke, dass du ein Stück des großen Weltfußballs nach Thum gebracht hast!

PS: Da das auf dieser Seite häufig zu wenig geschrieben wird… Ein großes Kompliment an die hochgradig fairen Gäste aus Thalheim, die sich einen packenden aber ehrhaften Fight mit der Eintracht lieferten und als gute Verlierer vom Platz gingen. Dieser Zustand hat in einer Kreisklasse zwischen ausländerfeindlichen Beschimpfungen und Frustfouls leider einen traurigen Seltenheitswert erlangt.

 

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