2. Mannschaft Frauen

Ein amüsanter Spielbericht von Sabrina über das Spiel unserer zweiten Frauenmannschaft gegen Mitteldorf. Viel Spaß :)

 

„Die sind gut. Bestimmt auch besser.“ Mit diesem Gedanken im Kopf trainierte ich dem Spiel entgegen. „Schadensbegrenzung betreiben“, „Konter fahren“ und „aus Fehlern lernen“ Ganz schön schwarzmalerisch, aber vielleicht besser als Höhenflüge. Vorsätze für heute: „Von Anfang an sicher stehen.“ Ronny Böhm formulierte es so: „Ball in den eignen Reihen halten.“
Dank professioneller personeller Unterstützung aus der Landesliga durch Lisa Wetzel im Tor hätte das sogar klappen können. Mit mir als Liberöse bloß nicht. Daran muss ich echt arbeiten.
Doch von Anfang an. Ans erste Tor kann ich mich nicht erinnern. Es war nach gefühlten fünf Minuten einfach da. Für den zweiten Treffer machte ich erstmal äußerst kollegial die Jennifer Wengler verantwortlich. Hat aber nicht gestimmt. Es lag an den Gegnern. Die hielten sich nicht an ihre Positionen, sondern wechselten Seiten und Stellungen nach belieben. Unser Mittelfeld, bestehend aus Frieda Richter und Sissy Lewerenz, war in dieser Phase zu sehr mit der Produktion des Kontertores beschäftigt, als dass sie hätten das 0:2 abwenden können. Ab diesem Zeitpunkt hatte ich wenigstens das Problem mit diesen flexiblen Gegnerinnen erkannt und wollte unser Zentrum etwas motivieren, den Mädels zu folgen, sollten diese sich abermals in Richtung unseres Kastens aufmachen. Vielleicht war ich etwas übermotiviert und laut, jedenfalls hatte meine Defensivanimation nicht nur zur Folge, dass besser gedeckt wurde. Einige meiner Kolleginnen mochten mich auch, ich hoffe nur temporär, etwas weniger. Aber unser Spiel wurde besser. Die Mitteldörflerinnen fanden zunehmend weniger Anspielstationen. Dies empfand ich als äußerst befriedigend. Nur noch einmal gelang ihnen ein Zuckerpass in die Gasse zwischen Pauline Preißler und mir, den sie dann zum 0:3 verwandelten.
"Never change a winning Team." (Außer wegen der Eierstöcke.) Deshalb wechselten wir dann in der Abwehr Schubert Jennifer und Mailin Thiele ein. Ab da fiel kein Tor mehr, bis zur Halbzeit. Nicht ohne Grund. Aber was nützt so eine Stabilisierung hinten, wenn vorn nix geht? Sollte ich irgendwann genaue, koordinierte, kreative, flexible und weite Pässe spielen können, hat die Christina Melzer als Stürmerin paar Möglichkeiten mehr als noch heuer.
In der Halbzeit ruhten sich alle aus und im Anschluss kam Sandra Günther endlich zum Einsatz. Sie wirkte etwas desorientiert, aber das mit dem Decken wird irgendwann so intuitiv wie das Auto fahren, hab ich ihr jedenfalls versprochen.
Derweil bin ich in der Zauberkugel verschwunden, denn eine Festveranstaltung rief. Ich kann also ab der 45. Minute (eine Halbzeit ist 40 Minuten lang) keine Angaben mehr machen. Marie Lindner hat noch mitgespielt, so viel weiß ich.
Bei meiner feierlichen Feier erfuhr ich später per Fußball.de, dass die zweite Halbzeit ohne mich, isoliert betrachtet, 1:1 ausging. (Das Tor für Herold schießt Chrissi) Seit Sa überleg ich, ob ich mich über das Unentschieden freuen soll. Heute bin ich zu dem Ergebnis gekommen: Ja. Natürlich.
Ich freue mich, wenn wir als Mannschaft zusammen wachsen, uns gegenseitig unterstützen und irgendwann auch mal gegen solche Teams mehr als nur eine Chance haben.

Ps: Nächste Woche gibts dann nen Überraschungsgast für den wir tief in der Spielerpassmappe kramen müssen. 15:00 is Anstoß in Herold.

Pps: Das Endergebnis muss selbst berechnet werden.

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